Guten Abend Daniel
So allmälig vertieft sich in mir der Eindruck, Du willst an dem Ding schrauben, auf Deibel komm ´raus - dass es dann auch drucken kann, ist erstmal eine Erfolgskontrolle und dann vielleicht auch angenehmer Nebeneffekt.
Millionen anderer Drucker können auch ohne Digits drucken - das nur zum Thema "wichtig"
Ja - wenn Du so willst sind die Digits die (unformatierten) Werte der DMS.
Bei meinem Drucker entsprechen 1000 Digits etwa ca 6,2 N also etwa 630 g.
In meiner Nachbarschaft werden zwei weitere RF2000v2 betrieben.
Danach (n = 3

) können diese Zahlenwerte sich bei verschiedenen Druckern unserer RF so um +/- 10 g untescheiden.
Die Digits, das ist so etwas wie Puls fühlen.
In Verbindung mit der Community Mod Firmware kann der Drucker in Grenzen gegen Überlastung reagieren.
Auch ich fühle mich wohler, wenn die Digits nicht über 2000 steigen.
Die Digits können positiv oder mit negativem Vorzeichen versehen sein.
Sie sind positiv, wenn der Extruderantrieb das Filament durch das Hotend auf die Düse drückt.
Sie sind negativ, wenn das Bett von unten gegen die Düse drückt.
Die Firmware enthält für beide Lastfälle bestimmte Parametersätze, z. B.
Im positiven Lastfall - beim Drucken - gibt es Parameter, die während der ersten Layer, zur Flusssteuerung auch später und als Sicherheitsgrenzen zur Anwendung kommen.
Im negativen Lastfall - vor dem Drucken - gibt es Parameter zur Erfassung der Welligkeit der Druckbettoberfläche oder Z-Offset-Scan.
Im Wiki - Kategorie:CommunityMod Firmware werden die Mod-Features ausführlich erklärt.
Zum Schrauben ...
Die Montage der DMS und damit die Zuverlässigkeit der Digits ist auch mit etwas Vorsicht zu genießen, denn ...
- diese Baugruppen (zwei parallel geschaltete Wägezellen) sind keine zertifizierte/kalibrierte Präzisionssensoren
- Betrieb bei veränderlichen Temperaturen über einem Heizbett (50 bis 95 °C)
- Planparallelität der Anlageflächen an Wagen und Hotendtraverse (besonders bei Umbauarbeiten am Druckkopf)
Besonders letzter Punkt spielt eine Rolle, wenn die Wägezellen auf unbearbeitete Flächen angelegt/fixiert werden, die nicht in einer Ebene liegen und dann mit der Hotendtraverse die DMS verspannen.
Das kann zunächst heraus genullt werden. Wenn dann aber Temperaturänderungen im Bauraum eintreten, kann es mit gedruckten Halterungen, deren Verformurmungsverhalten nicht bekannt ist, unkalkulierbar werden.
Conrad hat bei der Konzeption daran gedacht, denn die DMS werden an gefrästen Flächen angelegt und mit Senkkopfschrauben zentriert und ausgerichtet.
Wenn Du den Drucker/Druckkopf zerlegst, überlege auch warum ein Verbindungselement wie vorgefunden angelegt wurde.
BTW:
Es gibt da vielleicht eine Weggabelung, die eine Richtungswahl fordert.
Der Community Mod ist eine Repetier basierte Firmware und läuft auf dem Drucker selbst in den Grenzen einer eher präfossilen Hardware.
Mögliche distanzierung vom heimischen PC wäre hier ein Raspberry Pi mit dem Repetier-Server oder Octoprint.
Klipper ist eine separate Firmware, die nicht im Drucker aber auch auf einem Raspberry Pi, vorzugsweise in Kombination mit Octoprint/Octopi läuft.
Dazu müssten dann das letzte Python2 für Klipper neben das aktuelle Python3 für RaspberryOS und Octoprint installiert werden.
Wiki - Kategorie:Klipper
Gruß, zero K