anwofis hat geschrieben:
Bei der 300W Spindel sehe ich jetzt keinen Steckverbinder sondern nur lose Drähte.
Ob das jetzt irgendwie erlaubt ist - keine Ahnung?
Stimmt, das war mir dann auch aufgefallen. Ich denke, das ist soweit ok, man muss dann eben nur entsprechend den Anschluss daran korrekt machen. Das Kabel sieht viel zu kurz aus, d.h. man muss es irgendwie verlängern. Aber das dürfte ja deutlich einfacher sein, als einen Stecker im Gehäuse auszutauschen.
Es ist denke ich auch so, dass man den FU als Nicht-Elektrofachkraft gar nicht anschließen oder in Betrieb nehmen darf?
Ja, strenggenommen darf man als Nicht-Elektrofachkraft nicht mal eine Deckenlampe anschließen. Dürfen ist mir da nicht so wichtig wie korrekt ausführen. Ggf. lass ich den Elektriker meines Vertrauens da am Ende noch mal nen Blick drauf werfen.
Bzgl 60000RPM: Hab' ich erst gar nicht gesehen

Ich hab' jetzt noch keine Platinen gefräst - hohe Drehzahlen sind für kleine Stichel aber sicher besser?
Zur Not kannst du die ja mit dem FU ein Stück runterstellen.
Ja für kleine Fräser sind hohe Geschwindigkeiten wünschenswert, vor allem bei Alu. Sorotec gibt z.B. eine optimale Schnittgeschwindigkeit von 500 m/min an, da braucht man bei 3mm schon 53000 RPM. Aber man landet dann eben auch bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten (1060 mm/min). Wobei ich neulich versehentlich mm/min und mm/s verwechselt habe und 600mm/s statt 600m/min eingestellt habe - damit war ich am eingestellten Limit von 100mm/s unterwegs (trotz 35000 RPM vom Dremel, die dann theoretisch viel zu langsam wären), was immer noch nen Faktor 10 zu schnell ist. Ging erstaunlicherweise trotzdem - ich bin wohl eher vorsichtig mit der Zustellung unterwegs gewesen zum Glück
Problematisch wird es ggf. mit großen Fräsern. Ich schätze mal, einen 10mm Planfräser darf man bei 60000RPM gar nicht mehr betreiben. Die Sorotec-Schnittdaten geben mir da eher 8000 RPM für die optimale Schnittgeschwindigkeit. Die Drehzahl kann man sicherlich über den FU einstellen, und wahrscheinlich haben wassergekühlte Spindeln auch keine Mindest-Geschwindigkeit. Trotzdem wird die Leistung dann recht knapp sein, denn die 300W gelten bei 60000RPM. Wenn das linear geht (bin mir gerade nicht sicher), bleiben bei 8000 RPM noch 40W übrig. Laut Schnittdatenrechner geht dann bei besagtem 10mm Planfräser nur noch eine Schnittiefe von 0.05mm. Naja ist vielleicht gerade noch machbar, weil ich ja eh nur kleine Werkstücke habe.
Anderes Problem: ER8-Spannzangen können 6mm schon nur noch inoffiziell mit schlechteren Rundlaufeigenschaften. Das ist evtl. aber auch akzeptabel, zumal die Geradeschleifer-Alternativen grundsätzlich schlechtere Spannzangen benutzen.
Aber preislich ist es alternativlos
Ja, die Kress/AMB und erst recht die Bosch-Variante wäre schon günstiger (zumal bei dem Set noch das Netzfilter fehlt). Ich finde das trotzdem ziemlich reizvoll im Moment und denke ernsthaft drüber nach. Lieferung innerhalb der EU scheint ja möglich zu sein, dann ist das eBay-Risiko vielleicht akzeptabel.
(Eigentlich hab' ich diese WaKü-Spindeln nur wegen der Lautstärke erwähnen wollen: die sind viel leiser als eine Luftgekühlte. Deswegen habe ich die auch gekauft. Will dafür auch keine Kaufempfehlung geben: die Kress oder AMB o.ä. sind auch sehr gute Fräsmotoren.)
Das stimmt, wobei es weniger auf die Kühlung ankommt, als auf die Motor-Art. Die HF-Spindeln sind Asynchronmotoren, die Geradeschleifer i.d.R. Bürstenmotoren. Das ist auch eine Frage des Wirkungsgrades. 300W HF-Spindel bringt wahrscheinlich ähnlich viel Abgabeleistung wie eine 600W AMB-Spindel. Dazu kommt es bei Bürstenmotoren und auch bei Brushless-DC-Motoren auf eine gute Regelelektronik an, während Asynchronmotoren wohl von selbst relativ gut die Drehzahl halten.
Lautstärke ist nicht ganz so dramatisch, solange es nicht erheblich lauter wird als der Dremel - aber eine niedrige Lautstärke wäre definitiv ein Bonus.